Es hat mich sehr überrascht als ich erfuhr, dass die Füße mehr Sinneszellen haben als das Gesicht.

Als Yogalehrerin bin ich mir bewusst, wie wertvoll und wichtig die Füße für unsere Wahrnehmung sind und das es immer empfehlenswert ist, Yoga barfuß zu praktizieren und häufig barfuß zu laufen. Somit bist du wesentlich mehr im Kontakt mit dir und der Wahrnehmung deines Körpers.

Leider schenken wir unseren Füßen viel zu wenig Aufmerksamkeit und das habe ich nun zum Anlass genommen, hier kurz ein paar Fakten zu notieren. Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit für die Erforschung deiner Füße nehmen:-)

Die Füße sind sehr komplex konzipiert; mit 26 Knochen, ca. 30 Gelenken, 60 Muskeln, mehr als 100 Bändern und über 200 Sehnen sind sie ein sehr ausgeklügeltes Meisterwerk.

73% unseres Gewichts wird von der Ferse und dem Fußballen getragen und somit wird schnell klar, warum die meisten Fußschmerzen in diesem Bereich auftreten.

Schmerzen und Schwierigkeiten liegen möglicherweise zum Teil auch darin begründet, dass wir einerseits das falsche Schuhwerk tragen und uns nicht so wahrhaftig zum die Pflege der Füße kümmern; außer waschen und Pediküre natürlich – man kann jedoch noch viel mehr tun:-)

Früher waren die Fußsohlen häufiger in direktem Kontakt zum Untergrund und die Belastung beim Gehen verteilte sich gleichmäßiger und harmonischer. Dabei rollen wir vollständig über die Zehen ab, alle Muskeln, Bänder und Sehnen sind im Einsatz – dieser umfangreiche Einsatz wird im Schuh häufig verhindert; der Schuh stützt den Fuß viel zu sehr. Muskeln, Bänder und Sehnen werden nicht mehr gefordert und drohen zu verkümmern. Deformationen sind auch häufig die Folge.

So wie die Ohren wachsen auch die Füße im Alter 🙂 das liegt daran, dass das Körpergewebe an Spannung und Elastizität verliert und schlaffer wird – aus meiner ganz persönlichen Erfahrung gibt es dort wunderbare Vorgehensweisen dies zu verhindert bzw. zu reduzieren.

Vor ca. einem Jahr entdeckte ich unliebsame Veränderung an meinen Füßen, obwohl ich soviel barfuß laufe, und das war der Grund, weshalb ich mich noch einmal eingehend mit Methoden beschäftig habe, zur Gesunderhaltung meiner Füße.

Pflege der Füße:

  1. Pediküre – dies ist natürlich selbstverständlich; ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber
  2. Fußbäder – ein warmes Fußbad kann beruhigen, entspannen und den Schlaf fördern – ein kaltes Fußbad regt an und kann blutdrucksteigend wirken – ein Fußbad allgemein stärkt auch das Immunsystem –
  3. Massagen – den gesamten Fuß drücken und kneten – den Fuß auswringen: greife den Fuß mit beiden Händen und drehe die Hände entgegensetzt ; es entsteht die typische Auswringbewegung – barfuß gehen – mit einem Faszienball die Fußsohlen ausrollen
  4. Bewegung – im Yoga Kurs praktizieren wir immer wieder in Abständen ca. 10 verschiedene Fußbewegungen zur Mobilisation und Stärkung der Muskulatur, Bänder und Sehnen – falls du Interesse an einer entsprechenden Auflistung hast und nicht mit mir Yoga praktizierst, melde dich gerne bei mir; ich maile dir dann die Vorgehensweise zu.

In der Psychosomatik sagt man, dass die Füße „der Schlüssel zur Selbstbefreiung“ ist. Die Füße symbolisieren, sich voller Freude von Harmonie und Liebe getragen zu wissen. Ein Symbol dafür, im Vertrauen für dich, für andere offen zu sein.  Bei Erkrankungen allgemein heißt es, dass du zu schwere Lasten trägst und du dich davon befreien sollst.

Also…mache dich auf den Weg….SAT NAM